Umgang mit der Trauer

Vom Umgang mit der Trauer

 

 

Ein geliebter Mensch ist von uns gegangen.

Es war das Ende eines langen Weges oder ein unerwartetes Ereignis.

Der Verlust trifft uns mehr oder weniger plötzlich und hinterlässt uns oftmals ratlos, hilflos und unendlich traurig.

 

Verlangt uns am Anfang die Organisation der Bestattung und die behördlichen Wege noch jede Menge Aufmerksamkeit und Kraft ab, können uns diese Bestattungsrituale jedoch schon behutsam an die Realität unseres Verlustes heranführen.

Irgendwann kommt dann aber der Tag, an dem wir uns allein in den gewohnten Lebensräumen wiederfinden.

Der geliebte Mensch ist nicht mehr da, aber wir spüren seine Anwesenheit noch in jedem Raum in den wir gehen, in jeder Tätigkeit, die wir verrichten.

 

Unsere gewohnte Ordnung wird völlig durcheinander gebracht.

Die Trauer füllt nun einen großen Teil unseres Lebens aus und das darf auch so sein.

 

Wir werden konfrontiert mit der Unwiederbringlichkeit und der Endgültigkeit unseres Verlustes.

Dies zu verstehen und zu akzeptieren fällt uns mitunter sehr schwer und kostet viel Kraft und Energie.

Scheint es doch, daß dieser Schmerz nie enden wird.

 

Wir fühlen ihn in unserer Brust, im Herzen, im Bauch oder einer anderen Stelle unseres Körpers.

Dieser Schmerz und die Trauer begleiten uns bei allem was wir tun. Manchmal intensiver und manchmal tritt er auch zeitweise in den Hintergrund, wenn wir unsere tägliche Routine wieder aufnehmen.

Unsere gemeinsamen Träume und Zukunftspläne sind mit dem geliebten Menschen auch gegangen.

Wir können uns nicht vorstellen, wieder Pläne zu schmieden und unser Leben neu zu meistern und zu gestalten.

 

In dieser Phase ist es wichtig, daß wir uns gehalten fühlen. Wir suchen das Gespräch mit der Familie oder guten Freunden.

Oft ist es hilfreich einen Ort zu kreieren, in dem wir unsere Verzweiflung und unseren Schmerz zulassen können. Hier können wir weinen, trauern, zusammensinken oder vielleicht auch den Schmerz hinausschreien.

Dieser Ort kann das Grab sein, ein Zimmer oder ein Ort in der Natur, der uns mit unserem geliebten Menschen verbindet.

Wenn wir uns hier unseren Gefühlen hingeben und unsere Tränen zulassen können, ist oftmals eine Erleichterung zu spüren.

Die allumfassende Trauer wird mit der Zeit milder. Sie weicht vielleicht einem Sehnen.

 

Manchmal schaffen wir es aber nicht, mit diesem Verlust und Schmerz umzugehen. Wir stecken fest in einer immer wiederkehrenden Schleife aus Trauer, Verzweiflung, Schmerz oder Wut.

Es gelingt uns nicht, die alltägliche Routine wieder aufzunehmen, unser Leben zu leben.

Es treten vielleicht auch Schuldgefühle, Selbstvorwürfe oder Hoffnungslosigkeit auf.

Im schlimmsten Fall drängen sich suizidale Gedanken oder Impulse auf.

Wir ziehen uns zurück aus dem gesellschaftlichen Leben, verlieren unsere sozialen Kontakte und werden verbittert und einsam.

 

An dieser Stelle ist es äußerst wichtig, daß wir professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Es sollte möglichst gar nicht erst so weit kommen. Je früher wir uns dazu entschließen uns Hilfe zu suchen, je schneller werden wir lernen, mit unserer Trauer umzugehen. Wir lernen, daß unser Leben weitergeht und wie wir mit dem Verlust leben können. Welche Veränderungen wir erfahren und wie sich die innere Beziehung zu dem Verstorbenen wandelt.

An die Stelle der Trauer darf eine Dankbarkeit treten.

 

Unser Leben hat sich verändert und ein neuer Abschnitt beginnt nun. Diesen Weg gilt es jetzt zu gehen mit dem Wissen, daß wir unseren geliebten Menschen innerlich immer dabei haben und er uns auf unseren neuen Wegen stets begleitet.

 

Alle Dinge sind schwer, bevor sie leicht werden.

Persisches Sprichwort

 

geben Sie auf sich Acht….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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